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Chile ist das längste Land der Erde, dabei aber auch eines der schmalsten. Es liegt eingebettet zwischen den parallelen Gebirgszügen der Anden im Osten und der Küstenkordilleren im Westen. In der Mitte liegt das fruchtbare Zentraltal. Diese geologischen Gegebenheiten führen zu starken Höhenunterschieden in Ost-West-Richtung.
Trotz der großen Nord-Süd-Ausdehnung von ungefähr 4.300 Kilometern oder fast 40 Breitengraden ist Chile eines der kleinsten Länder Südamerikas.
Der Küstenregion Chiles sind eine Vielzahl von Inseln vorgelagert, die teilweise eine eigene Welt darstellen. Auch einige weit entfernt im Pazifik liegende Inseln, wie die Osterinsel, gehören zum Staatsgebiet Chiles.
Infolge dieser Besonderheiten herrscht in Chile eine große Vielfalt an unterschiedlichen Klimazonen.
Der Norden ist trocken und heiß und besitzt viele Gebirgsketten, von denen einige über 6.000 Meter hoch sind. Zwischen den Anden und der Küstenregion befindet sich auf die Atacama Wüste mit ihren Salzseen, die als die trockenste der Erde bezeichnet wird. Hier fällt oft über Jahre kein Regen. Die Vegetation besteht überwiegend aus Flechten und Erdkakteen.
Im Zentraltal herrscht ein mediterranes Klima. Die Region ist fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt. Entsprechend lebt hier der größte Teil der Bevölkerung.
Die südlichen Regionen sind niederschlagsreich und kühl bis hin zu einem Polarklima in chilenischen Antarktis-Gebiet. Das Klima ist rauh, die Landschaft durch ausgedehnte Wälder und weiter im Süden große Gletschergebiete und Fjorde gekennzeichnet. Diese Region ist dünn besiedelt.
Die Bevölkerung Chiles ist sehr homogen. Über 90% der Einwohner werden von Menschen mit europäischen Vorfahren und Mestizen gebildet. Indianische Ureinwohner stellen unter 5%.
Die Amtssprache in Chile ist Spanisch mit starker regionaler Färbung.